Corona und mein Miteinander in Gruppen und Kursen.

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Bis gestern war ich da sehr gelassen zum Thema Corona-obwohl ich zur Risikogruppe der über 65jährigen gehöre.  Ich habe keine der genannten Vorerkrankungen und „fühle mich gesund“. Da wir in vier Wochen in die Schweiz fahren wollen, frage ich mich jetzt, ob wir dann einreisen dürfen. Meine Tochter ist von ihrem Arbeitgeber dort aufgefordert worden, Homeoffice zu machen. Tue ich ihr und ihrer Familie also einen gefallen sie zu besuchen? Ob ich nicht doch infiziert bin, kann nur ein Test zeigen. Sich „gesund fühlen“, das kann ja die ersten 14 Tage nach einer Ansteckung so sein…und dann wird es ernst. Würde man mich überhaupt testen? Die Italienreise im Juni scheint mir, obwohl erst im Juni, ernsthaft gefährdet, aber ich halte daran fest zum Gardasee zu fahren. Für uns, weil wir uns darauf freuen. Für die Vermieter, dass sie ein Einkommen haben und wir noch öfter zu ihnen kommen können, wenn diese Pandemie vorbei ist. Werden die Kurse, die ich gebe, weiterhin stattfinden- oder gilt bald auch für kleinere Gruppen-Zusammenkünfte eine Untersagung? Als sich gestern diese Zeilen in meinem Newsletter schrieb, ahnte ich die Aussetzung der Kurse. Heute ist es Gewissheit: Bis zum 15.4. sind alle Kurse abgesagt. Das hilft die Sozialkontakte zu reduzieren.Wenn jetzt Schock und Ängste das Handeln bestimmen, wir in Re-Aktionen der Abgrenzung, Starre und Enge (ver) fallen, wird es ungesund für uns und in unserem Miteinander. Was wir brauchen ist eine realitätsbewusste Angst, die belebend und aktiviert wirkt, um mit vorhanden und neuen Kompetenzen diese Zeit zu meistern.

Was kann ich noch tun?
Ich habe mich bisher nicht betroffen gefühlt, doch frage ich mich, was wäre denn ein klares Indiz betroffen zu sein? Woran könnte ich früher merken als durch Fieber, das ich jetzt doch krank bin? Erste Krankheitszeichen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sind Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Hier ein Link für Bildungseinrichtungen:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Merkblatt-Bildungseinrichtungen-Coronavirus_DE.pdf

In dem Kettenbrief, den ich am 12.3.2020 bekam, wurden Experten aus Taiwan zitiert, ohne Angaben von Quellen, die eine einfache Selbstkontrolle empfehlen: Tief einatmen und den Atem für mehr als 10 Sekunden halten. Geht das ohne Husten oder Engegefühl, kann das ein Indiz für eine weiterhin gute Lungenfunktion. Für die 80% milden Verläufe der Erkrankung noch kein Beweis nicht infiziert zu sein. Aber für die anderen 20% ein Indiz wie Schnupfen oder Halskratzen? Ein Versuch ist diese Test Wert.

Es werden auch japanische Ärzte zitiert, die empfehlen, dass du Mund und Hals feucht halten sollst und daher alle 15 Minuten ein paar Schlucke Wasser trinken solltest. Wenn wir zu Grunde legen, dass die Schleimhäute ein Teil unseres Immunsystems sind und sie unsere Barriere nach Außen sind, dann sollten wir sie pflegen. Wer hat nicht schon einmal den Rat erhalten „Wasser zu trinken“, wenn er festen Husten hat. Also nichts Neues, oder?

Das Virus überträgt sich per Tröpfcheninfektion, denkbar ist aber auch eine Übertragung durch die Luft. Sie kommt zustande, wenn aus feinsten Tröpfchen die Flüssigkeit verdunstet und gel-artige Partikel entstehen. Da das Virus sich schon im Rachen vermehrt und nicht erst in der Lunge, wie zunächst angenommen worden war, wird abhusten hilfreich sein. Forscher haben auch bei Menschen, die sich gerade erst angesteckt hatten und sich noch gar nicht richtig krank fühlten, schon viele Viren im Rachenraum nachgewiesen.  Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité, hatte dies vor kurzem in einem Fernsehbeitrag erklärt. Das Virus findet also vor allem im tiefen Rachenraum seine Wirtszellen, um sich zu vermehren.

Der Rachenraum ist noch eine Grenzflächen nach außen die wir beeinflussen können. Der Husten ist eine Reaktion des Körpers, um etwas „loszuwerden“. Also unterstützen wir ihn durch Wasser trinken und schützen so unsere natürliche Barriere nach außen. Wasser trinken belebt den Stoffwechsel, reines Wasser trinken allemal…und verstoffwechseln müssen wir diese leichten oder schweren Attacken durch einen Virus ohnehin, da sich 60 -70 der Bevölkerung anstecken werden und Antikörper entwickeln. Da kann die Pflege des Immunsystems den Verlauf sicher mildern. Dazu gehört:

  • Beweg dich – und geh raus! Mach ein moderates 20 Minuten Workout
  • Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus – das erleichtert Viren den Angriff auf unsere Gesundheit
  • Finger vom Gesicht, Hände waschen, vielleicht mal Tastaturen desinfizieren
  • Stress vermeiden, Pausen machen, die gute Laune kultivieren.
  • Schlafmangel vorbeugen, denn der Tiefschlaf stärkt unser Immunsystem
  • Salbeitee trinken bei Husten und Schnupfen. Die ätherischen Öle beruhigen auch die Schleimhäute und fördern ihre natürliche Funktion – wehren Krankheitserreger direkt ab.
  • Zu Hause bleiben, Home-Office machen, wenn das geht.
  • Wer dem Körper genügend zellschützende Mineralstoffe Zink und Selen und dann auch D3, sowie sekundäre Pflanzenstoffe serviert, kann sein Immunsystem stärken. Vitamin D steigert die Aktivität des angeborenen Immunsystems (z. B. der Makrophagen) und führt zur vermehrten Produktion körpereigener Antibiotika.

Hustenetikette in den Kursen

  • Um keine Krankheitserreger weiterzuverbreiten und andere vor Ansteckung zu schützen, sollten Erkrankte mit Husten und Schnupfen und die nicht wissen, ob sie das Virus verbreiten, im Besonderen die Regeln der sogenannten Husten-Etiquette beachten, die auch beim Niesen gilt:
  • Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und drehen Sie sich weg.
  • Niesen oder husten Sie am besten in ein Einwegtaschentuch. Verwenden Sie dies nur einmal und entsorgen es anschließend in einem Mülleimer mit Deckel. Wird ein Stofftaschentuch benutzt, sollte dies anschließend bei 60°C gewaschen werden.
  • Und immer gilt: Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
  • Ist kein Taschentuch griffbereit, sollten Sie sich beim Husten und Niesen die Armbeuge vor Mund und Nase halten und ebenfalls sich dabei von anderen Personen abwenden.

Das Wichtigste für mich: vorsorgen, schützen, Ruhe bewahren – und das empfehlen ich auch dir.

 

Hilfreiche Links:

https://www.charite.de/klinikum/themen_klinikum/faq_liste_zum_coronavirus/
https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/hygiene-beim-husten-und-niesen.html

Faktencheck zum Kettenbrief:

https://www.mimikama.at/allgemein/covid-19-so-werden-die-menschen-in-kanada-informiert/

https://www.welt.de/gesundheit/article206156079/Coronavirus-Symptome-Uebertragung-Wie-schuetze-ich-mich-jetzt.html

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